Monthly Archives: März 2015

St. Sisyphos

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Moin!

Der Tag danach. Immer noch fassungslos. Fast Woche für Woche sind uns Pleiten, Pech und Pannen gewiss. Immer dann, wenn man denkt, es könne wieder etwas aufwärts gehen, bricht alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Und gefühlt liegt das weder am Kartenhaus noch am Erbauer, sondern an einem sich durch die Saison ziehenden braun-weißen Faden, der jede Woche durch neue Nackenschläge zerrissen wird.

Im Gegensatz zur restlichen Crew unseres Fanclubs begann und endete meine Reise nach Köpenick mit einer Regio-Tour durch Brandenburg. Rainald Grebe hat sich wohl von der gleichen Strecke inspirieren lassen. Es gibt viel in Brandenburg, sehr viel sogar – sehr viel Landschaft. An Menschen und humanoiden Bauten mangelt es mitunter leider merklich. Als Eastern native für mich zwar wenig verwunderlich, nach einiger Zeit in und um Hamburg lebend jedoch immer wieder auf´s Neue ein kleiner Kulturschock. So brachte mich das Space Shuttle der ODEG, der Ostdeutschen Eisenbahn, pünktlich und sicher nach Berlin. Noch ein bisschen mit der S-Bahn durch Berlin eiern und schon ist man in Köpenick.

Am Bahnhof bereits die ersten motivierten Gestalten (und damit meine ich nicht die Polizisten). Will Union auf seine Art der „andere“ Verein sein, gehören dazu leider immer noch Personen, die man eher beim BFC Dynamo verorten würde. Dies sind für mich allerdings keine Neuigkeiten, so gehörten doch Schals mit Eisernen Kreuzen und „Sieg Heil“-Rufe in der S-Bahn in Köpenick in der Vergangenheit zur Tagesordnung. Dies mag nur vereinzelt vorkommen, lässt diesen Verein für mich jedoch ein großes No-Go sein. Nun mögen bei einigen die positiven Erfahrungen mit Unionern vielleicht überwiegen. Von einer leisen Fanfreundschaft ist immer wieder die Rede. Ich persönlich muss aber sagen, dass das einzige wirkliche Schmuckstück dieses Viertels das Stadion ist.

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